Körper/Atemarbeit

Den Tempel der Seele kennenlernen
 
Durch unseren Körper erleben und erfahren wir die Welt – und uns selbst.
Er ist ein Spiegel unserer früheren und gegenwärtigen Erfahrungen und der Hort unserer Potentiale. Achtsamkeit und Behutsamkeit sind wichtig in der Körperarbeit. In der psychologischen Arbeit ist der Körper die Brücke zur seelischen Energie, wir arbeiten nicht am, sondern über den Körper.
Körperarbeit
kann als eigenständige Methode zur Bearbeitung eines Problems verwendet werden :

bei Schlafstörungen, Spannungskopfschmerz, Migräne, Muskelspannung,Tinnitus, Belastungsstörungen bis zum Burnout, Vegetative-Dystonie.

kann und sollte als wichtiger Teilbereich in eine Psychotherapie miteinfließen.

Das differenzierte Spüren des eigenen Körpers ist die natürliche Basis unseres Selbserlebens. Bewusste Aufmerksamkeit für die Reaktionen unseres Organsimus vertieft den Kontakt zu uns selbst, stärkt das empfinden der eigenen Kräfte, weckt eine natürliche Art von Selbstvertrauen und ermöglicht den Kontakt zu den tieferen Schichten unseres seelischenn Erlebens.
  Körperliche Bewusstheit hilft in Zuständen von Orientierungslosigkeit und verwischten Grenzen, eine gesunde “Erdung” zu finden.
Sehr unterstützend wird sie wahrgenommen, wenn der Kontakt zu den eigenen Gefühlen fehlt.
Auch Entspannung und Loslassen wird möglich, wenn über Spüren und Beschreiben der Kontakt zum Körper hergestellt wird. Das gilt für viele Problemfelder und macht die Körperarbeit z.B. auch zu einem wichtigen Element bei der Behandlung von Burnout.
Bei starken körperbezogenen Mißempfindungen wie Erröten, Schwitzen, Kribbeln, Kloßgefühl etc. kann die Annäherung über die körperliche Ebene ein Schlüssel zur Veränderung werden, ebenso bei Schmerzen und psychosomatischen Beschwerden.
In inneren Konflikten und Entscheidungsschwierigkeiten bietet der Körper uns seinen ganz eigenen Blickwinkel an, wenn wir lernen, ihm zu lauschen.
In der Arbeit mit hochsensiblen Menschen hilft er, einen klaren Bezug zur Gegenwart aufzubauen und aufrechtzuerhalten, Abgrenzungsmöglichkeiten zu erlernen und Nähe und Kontakt bewußt zuzulassen und zu genießen.
Die Therapie von Beziehungs- und Bindungsstörungen kann ebenfalls, sobald sich der oder die Betroffene dazu bereit fühlt, enorm vom Potential der Körpertherapie profitieren.
Für Menschen mit posttraumatischen Störungen zielt eine positive, steuernde Körperbewußtheit zunächst auf eine bessere Entspannungs- und Selbstregulationsfähigkeit. So kann Stück für Stück mehr Kontrolle über das Erleben gewonnen werden und ein Gefühl persönlicher Sicherheit entstehen, was wesentliche Schritte zur Verbesserung der Lebensqualität bedeutet und die Basis für die weiteren Therapieschritte bietet.
Körperarbeit hilft dabei, ganz natürlich Geist und Herz zu öffnen, für sich selbst und andere, und sich liebevollen Beziehungen zu widmen.